An den Aktienmärkten läuft es rund, und das nun schon seit einer ganzen Weile. Bereits im vergangenen Jahr wurden Stimmen laut, die vor einer Überhitzung warnten. Diese Stimmen können Anleger jedoch getrost ignorieren. "Zwar scheinen spekulative Blasen zu entstehen – wie bei Kryptowährungen oder auch bei den viel erwähnten 'Meme-Aktien', kombiniert mit Spekulations-Verabredungen in sozialen Medien", sagt Felix Düregger, Investmentstratege bei der Schoellerbank. Aus professioneller Investorensicht würden diese jedoch lediglich Nebenschauplätze darstellen. 

"Zudem ist das Angstwort 'Tapering' in aller Munde, viele warnen vor sinkender Notenbankliquidität oder gar steigenden Zinsen – so sieht keine gefährliche Börsen-Euphorie aus", sagt Düregger. Anleger sollten sich nicht vom Aktienmarkt verabschieden, rät er. Der Marktexperte ist überzeugt, dass es nach wie vor gute Gründe für ein Investment in qualitativ hochwertige Aktien gibt. Besonders Titel von Unternehmen mit starken Wettbewerbsvorteilen und Preisfestsetzungsmachte würden sich langfristig bewähren. 

Hoffnung auch für Anleihen
Auch Staatsanleihen sagt Düregger eine positive Entwicklung voraus: "Der Aufwärtstrend scheint mittelfristig intakt, wofür auch die zuletzt angestiegene Inflation spricht." Zinsbewegungen im aktuellen Ausmaß seien noch kein Grund zur Sorge, sondern trügen zu einer Normalisierung der Lage bei. Unternehmensanleihen haben sich etwas schwächer entwickelt und konnten "seit Jahresbeginn lediglich eine rote Null erzielen", sagt Düregger. Mit der richtigen Strategie seien jedoch auch in diesem Segment noch Gewinne möglich. (fp)