Nachdem der Versicherungsverband VVO jüngst bereits über das Jahr 2018 resümierte, legt nun auch die Finanzmarktaufsicht FMA ihr Fazit vor. Neben dem bereits bekannten Anstieg des Prämienvolumens um 1,19 Prozent auf 17,18 Milliarden Euro ist darin auch ein deutlicher Rückgang bei den Ergebniszahlen zu sehen.

Das versicherungstechnische Ergebnis im österreichischen Versicherungsmarkt sank um 12,81 Prozent auf 506,54 Millionen Euro. Beim Finanzergebnis (Saldo aus Erträgen aus Kapitalanlagen und Zinsenerträgen und Aufwendungen für Kapitalanlagen und Zinsenaufwendungen) gibt es eine Verringerung um 10,18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das führt dazu, dass das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 75,87 Millionen Euro (minus 6,1 Prozent) auf 1,17 Milliarden Euro abgenommen hat.

Solvabilität gut
Vergleichsweise stabil sind hingegen die Solvabilitätskennzahlen geblieben, die gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz 2016 zu erfüllen sind. Mehr als die Hälfte aller Versicherungsunternehmen kommt auf einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 230 Prozent, heißt es bei der FMA. Sie besaßen damit mehr als doppelt so hohe Eigenmittel als notwendig. Die "Solvency Capital Requirement – SCR" misst, ob das Versicherungsunternehmen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5 Prozent innerhalb der nächsten zwölf Monate unvorhergesehene Verluste auffangen und seinen Verpflichtungen gegenüber den Versicherungsnehmern nachkommen kann.

Was das Geschäft betrifft, haben die Versicherungen auch 2018 – wie bereits in der Vergangenheit – von den Steigerungen bei Sach-, Kranken- und Unfallversicherungen profitiert. Die Prämien bei Schaden/Unfall legte um fast 3,6 Prozent (auf 9,44 Milliarden Euro) zu. Krankenversicherungen zogen um rund 4,3 Prozent (auf 2,2 Milliarden Euro) an. Der Lebensbereich hingegen blickt auf ein Prämienminus von 3,76 Prozent (auf 5,52 Milliarden Euro) Details zum Bereich Leben finden Sie in der Grafikstrecke oben. (eml)