Gold und Silber sind bei Sparern gerade in Krisenzeiten beliebte Sicherheitsanker. Zurzeit investiert der US-amerikanische Rohstoffexperte Jim Rogers aber nicht in die Edelmetalle, wie er im Interview mit "Euro am Sonntag" verrät. Der Grund: Rogers geht davon aus, dass die Preise noch eine Zeit lang korrigieren. "Wenn sie noch etwas weiter gefallen sind, dann werde ich einsteigen", gibt er seine Strategie preis. Ihm zufolge verspricht zudem Silber im Augenblick das größere Potenzial: "Gold notiert zurzeit etwa zehn Prozent unter seinem Allzeithoch, Silber dagegen 50 Prozent."

In anderen Rohstoffen sieht der Investmentprofi aber noch bessere Anlageoptionen: So bezeichnet er Industriemetalle wie Kupfer und Nickel als "sehr aussichtsreich". Hier prognostiziert er eine stark wachsende Nachfrage in den kommenden Jahren – und das bei schwierigen Produktionsbedingungen, da es eine Weile dauert, Minen in Betrieb zu nehmen. Nach sorgfältiger Auswahl der Betreibergesellschaft können sich Rogers zufolge auch Investitionen in Minenaktien auszahlen.

Rogers kritisiert die Fed
Rohstoffe sind zurzeit begehrt, da viele Marktteilnehmer von einer steigenden Inflation ausgehen. Das macht Sachwerte traditionell besonders attraktiv. Der 79-jährige Rogers hatte zuletzt medienwirksam Kritik an der US-Notenbank Fed geübt: Mit ihrer lockeren Geldpolitik trägt sie ihm zufolge dazu bei, eine Finanzkrise heraufzubeschwören. (fp)