Die Wolken am Konjunkturhimmel verziehen sich allmählich. Auch der von der OECD erhobene Indikator für die weitere Produktionsplanung hat sich zuletzt etwas aufgehellt. Damit fällt die von der VP Bank ermittelte Rezessionswahrscheinlichkeit für die Eurozone im Mai leicht. "Das geringere Risiko einer wirtschaftlichen Kontraktion passt zum soliden Bruttoinlandprodukt-Wachstum in der Eurozone im ersten Quartal von 0,4 Prozent. Im selben Ausmaß wuchs auch die größte Volkswirtschaft der Eurozone, Deutschland. Dort wird erwartet, dass die detaillierten Daten zur Wirtschaftsleistung deutlich kräftigere Bauinvestitionen sowie höhere Ausrüstungsinvestitionen und einen belebten Privatkonsum zeigen werden", sagt Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank Gruppe.

Zu früh für eine Entwarnung
Die Rezessionswahrscheinlichkeit von 23 statt wie zuvor 27 Prozent zeige, so Gitzel weiter, dass die Gefahrenlage für den Euro-Währungsraum nicht gebannt sei: "Gleichgültig, ob der Blick nach Deutschland, Frankreich, Spanien oder Portugal gerichtet wird, der Ausstoß in der Industrie liegt stellenweise satt im Minus. Es bedarf nun vor allem außenwirtschaftlicher Impulse, um die Auftragsbücher zu füllen. Im Umfeld von Handelskonflikten ist dies allerdings kein leichtes Unterfangen." (kb)