Der Markt nachhaltiger Anlagen boomt in Österreich und hat auch im Vorjahr wieder kräftig zugelegt. Mit einem Wachstum von 15 Prozent erreicht das Volumen nachhaltiger Fonds und Mandate, bei denen neben finanziellen auch ökologische und soziale Kriterien einfließen, den historischen Höchststand von 14,63 Milliarden Euro. Das zeigt der neue Marktbericht des FNG – Forum Nachhaltige Geldanlagen.

Neue Methodik soll Transparenz verbessern
Weil das FNG seine Methodik den europäischen Standards angepasst hat, unterscheidet der aktuelle Marktbericht erstmals zwischen Nachhaltigen Geldanlagen und verantwortlichem Investieren. Bei Nachhaltigen Geldanlagen werden nun die Anlagestrategien und -kriterien auf Produktebene definiert. Beim verantwortlichen Investieren werden die nachhaltigen Anlagestrategien des jeweiligen Instituts untersucht.

Durch die Anpassung der Methodik wolle das Institut zwei Dinge erreichen, erklärt FNG-Vorstandsvorsitzender Volker Weber: "Zum einen können wir die unterschiedlichen Ansätze besser erfassen und beschreiben, zum anderen greift das FNG bereits jetzt proaktiv die steigenden Anforderungen der EU zum verantwortlichen Investieren auf." Die Umstellung der Erhebungsmethodik führt im Vergleich zum Vorjahr jedenfalls zu einigen Veränderungen.

Entsprechend dieser neuen Systematik lag das Gesamtvolumen verantwortlichen Investierens per Ende 2017 bei 39 Milliarden Euro. Gut 15,2 Milliarden Euro werden aufgrund ihres Ansatzes den Nachhaltigen Geldanlagen zugeordnet. Unter den Nachhaltigen Geldanlagen konnten 2017 dabei die nachhaltigen Investmentfonds besonders kräftig zulegen. Ihr Volumen stieg um 18 Prozent auf nunmehr rund 8,3 Milliarden Euro. Auch die nachhaltigen Mandate erreichten mit einem Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden Euro (+14%) einen neuen Höchststand.

Die Redaktion hat sich auch die einzelnen Detailergebnissen der FNG-Studie angesehen – und mithilfe von interaktiven Grafiken in der Bilderstrecke oben aufgearbeitet! (cf)