Die Preise für Edelmetalle dürften 2019 steigen, sagt der Edelmetalldienstleister Heraeus Precious Metals. Gold und Silber sollten Heraeus zufolge vor allem von den politischen Unsicherheiten profitieren: Der Handelskonflikt zwischen China und den USA, der ungeklärte Brexit und die Proteste in Frankreich würden die Nachfrage nach den beiden Edelmetallen erhöhen, ebenso das weltweit langsamere Wirtschaftswachstum.

Gold würde demnach in 2019 als sicherer Hafen fungieren. Dafür sprechen Heraeus zufolge noch weitere Gründe: So würden Anleger angesichts der Unruhe an den Kapitalmärkten vermehrt zu weniger volatilen Investments greifen. Hinzu kommt: Die US-Notenbank scheint wieder vorsichtiger zu agieren, ein temporär schwächerer US-Dollar könnte Gold stützen.

Silber im Schlepptau 
Auch der Preis für Silber könnte im Schlepptau von Gold in 2019 anziehen, so Heraeus. Die Experten sehen Anzeichen dafür, dass der Preis für Silber sogar stärker als der von Gold steigen könnte: Die Basisnachfrage aus der Industrie wächst. Das Edelmetall ist zum Beispiel für die wachsende Photovoltaikbranche unverzichtbar, ebenso in den wachsenden Bereichen der Elektronik für Fahrzeuge, Smartphones, Tablets. Zudem sei Silber im Vergleich zu Gold schwach bewertet.

Auch beim Palladium dürfte der Preis 2019 steigen. Grund: Vor allem die Autoindustrie fragt das Edelmetall stark nach. Für Platin sind die Experten ebenfalls optimistisch. Auch hier zählt die Autoindustrie zu den wichtigsten Abnehmern. Die gesunkene Nachfrage nach Dieselmotoren wirke sich zwar negativ auf die Nachfrage aus, auch die Schmuckindustrie kaufe weniger. Doch Ölraffinierien und Chemieindustrie würden andererseits mehr Platin kaufen. Zudem könnten mögliche Streiks in Minen den Preis stützen, ebenso die enge Korrelation zum Goldpreis. (fp)