Nicht einmal die Corona-Krise, die für viele Menschen Kurzarbeit und Gehaltseinbußen mit sich bringt, kann den Aufwärtstrend am Immobilienmarkt stoppen. In einer Umfrage der ING rechnet die Mehrheit der Befragten weiterhin mit steigenden Preisen für Häuser und Wohnungen.

Die Direktbank hat Verbraucher in 13 europäischen Ländern interviewt. Das Ergebnis: Im europäischen Durchschnitt erwarten 54 Prozent der Studienteilnehmer in den kommenden zwölf Monaten steigende Immobilienpreise. In Deutschland sind es 56 Prozent. "Sollte es dabei bleiben, wären das weiterhin gute Nachrichten für Eigentümer – und schlechte für die, die es erst noch werden wollen", kommentieren Experten der ING.

Eine weitere Positiv-Nachricht für Eigentümer, auch solche, die ihre Immobilien nicht selbst nutzen: Trotz Corona haben nur relativ wenige Befragte ein Problem damit, ihre Miete oder ihre Hypotheken finanziell zu stemmen. In Deutschland sind es besonders wenige. Kein Wunder, heißt es von der ING: Die Wirtschaft der Bundesrepublik wurde bisher im Länder-Vergleich nicht so hart von der Pandemie getroffen. Dass Verbraucher europaweit ihre Wohnkosten nach wie vor recht problemlos aufbringen können, liegt womöglich auch daran, dass sie im laufenden Jahr weniger Geld für andere Dinge und Aktivitäten wie beispielsweise Urlaub ausgeben. (fp)