Pimco verdient Milliarden mit Meta-Finanzierung
Mit dem Mega-Deal rund um Metas neues Rechenzentrum sorgt Pimco für Schlagzeilen: Rund zwei Milliarden Dollar Buchgewinn stehen im Raum – und ein Finanzierungsmodell, das Schule machen könnte.
Die Allianz-Tochter Pimco soll mit einer von ihr angeführten Finanzierung über 27 Milliarden US-Dollar für ein Rechenzentrum von Meta Platforms rund zwei Milliarden Dollar an Buchgewinnen erzielt haben, berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg".
Laut Daten der Preisplattform Trace und mit der Angelegenheit vertrauten Personen stiegen die Kurse der Schuldtitel in den vergangenen Tagen deutlich an. Die Anleihen wurden vergangene Woche zu pari ausgegeben und haben sich seither auf über 110 Cent pro Dollar verteuert. Pimco war Hauptinvestor des Deals und hielt beim Pricing Anleihen im Wert von 18 Milliarden Dollar.
Gewinne für Pimco-Kundenfonds
Der Anleihe-Spezialist hat bereits Papiere im Umfang von mehr als einer Milliarde Dollar verkauft und damit deutliche Gewinne für seine Kundenfonds erzielt, sagten die Personen, die anonym bleiben wollten. Pimco lehnte eine Stellungnahme ab.
Wie zu hören ist, machen derzeit Dutzende Händler aktiv Markt für die Anleihen und ermöglichen Blocktransaktionen von bis zu 500 Millionen Dollar.
Citadel Securities als Market Maker
Ken Griffins Citadel Securities unterstützte Pimco beim Market-Making eines Teils der Schuldverschreibungen und nutzte dabei laut den Personen ihre eigene Bilanz zur Preisstellung. Das Unternehmen war im vergangenen Jahr als Liquiditätsanbieter im Markt für Investment-Grade-Anleihen eingestiegen – mit dem Ziel, US-Großbanken Marktanteile abzunehmen.
Das in Miami ansässige Unternehmen Citadel Securities wollte sich dazu nicht äußern.
Milliardenschwerer Deal mit Zukunftscharakter
Anleger im Bereich Unternehmensanleihen verfolgen den Meta-Deal genau, da sie Milliarden in den schnellen Ausbau der Infrastruktur für Rechenleistung und Energieversorgung im Zuge des KI-Booms investieren. Die Meta-Finanzierung nahm dabei eine ungewöhnliche Struktur an, die künftig häufiger eingesetzt werden könnte, um große Summen für den Bau von Rechenzentren zu mobilisieren.
Besondere Struktur und Eigentumsverteilung
Blue Owl Capital und Meta werden sich die Eigentumsrechte am Hyperion-Rechenzentrum in Richland Parish (Louisiana) teilen, wobei der Technologiekonzern lediglich 20 Prozent behält. Morgan Stanley arrangierte 27 Milliarden Dollar an Fremdkapital und rund 2,5 Milliarden Dollar an Eigenkapital für eine Zweckgesellschaft, über die Meta die Finanzierung außerhalb seiner eigenen Bilanz abwickelt.
Wie "Bloomberg" berichtete, erhielten die Kreditgeber zudem eine besondere Zusatzabsicherung – eine Garantie, die das Risiko einer Nichtverlängerung oder Kündigung des Mietvertrags abmildert. S&P Global Ratings vergab für die Papiere ein Investment-Grade-Rating von "A+".
Blackrock ebenfalls investiert
Fonds von Blackrock gehören ebenfalls zu den größten Haltern der Meta-Schuldtitel, wie aus von "Bloomberg" zusammengestellten Daten hervorgeht. Mehrere iShares-ETFs meldeten zum 20. Oktober entsprechende Bestände an der Anleihe. (mb/Bloomberg)




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