Phishing-Attacken zählen zu den gefährlichsten Finanzbetrügereien für Endverbraucher. Wenn Kriminelle erst einmal persönliche Daten wie Passwort, Verfügernummer, Kreditkartennummer oder ähnliches besitzen, kann rasch das gesamte Barvermögen weg sein. Bei einem solchen Angriff wurden unlängst einem Verbraucher 70.000 Euro vom Bankkonto gestohlen, wie die Arbeiterkammer Kärnten berichtet. Deren Präsident Günther Goach fordert nun ein Informationssystem für Verbraucherkonten.

"Die AK fordert ein Monitoring von Verbraucherkonten, das Zahlungsvorgänge in unüblicher Höhe und/oder von ungewohnten Orten sofort als Risiko bewertet", so Goach. Es müsse eine rechtlich definierte Kontrolle seitens der Banken installiert werden, um diese Form des Betrugs zu verhindern.

Trotz Kulanzlösung Schaden hoch
Im konkreten Fall gelang es Online-Betrüger Zugangsdaten des Mannes zu bekommen, um die Handynummer für die Mobile-TANS-System zu ändern. Damit erhielten sie Zugriff auf sein Konto. Innerhalb von drei Tagen wurden in insgesamt fünf Überweisungen 70.240 Euro abgehoben. Der Pensionist bemerkte die Vorgänge am dritten Tag und wandte sich an Bank und Polizei. Der Bank gelang es, die Transaktionen der beiden letzten Tage rückgängig zu machen. Am Ende blieben aber fast 15.600 Euro Verlust. In einer Kulanzlösung übernahm das Kreditinstitut davon ein Drittel. (eml)