Diverse Krisen bündeln sich derzeit zu einem perfekten Sturm, stellt Peter E. Huber, Geschäftsführer von Huber Portfolio, fest. "Und so wie es aussieht, steht uns das Schlimmste noch bevor." Entsprechend groß sei die Skepsis der Anleger. "Doch wenn alle nur noch schwarzsehen, sollte man nachdenklich werden", meint Huber, der als Fondsmanager bei Taunus Trust den antizyklischen vermögensverwaltenden Mischfonds Huber Portfolio verantwortet. "Vielleicht stehen wir sogar vor einer neuen Aufwärtsbewegung."

"Wir halten in unserer Anlagepolitik jedenfalls eine neutrale Aktienquote aufrecht und die liegt bei beachtlichen 70 Prozent", berichtet der Fondsmanager. Stärkere Kurseinbrüche würde er antizyklisch zum Aufbau weiterer Positionen nutzen.

Antizyklisch in zyklische Aktien
Doch welche Aktien profitieren in einem Umfeld deutlich steigender Zinsen? Neben den Banken seien dies Unternehmen, die hohe Pensionslasten zu tragen haben, sagt Huber mit Verweis auf eine Studie des Flossbach von Storch Research Institutes. Denn die dafür notwendigen Rückstellungen sinken bei steigendem Abzinsungssatz. "In Deutschland profitieren davon vor allem Unternehmen wie Thyssenkrupp, Mercedes-Benz, Covestro, Continental und BASF", sagt Huber. Von all diesen Werten halte er bereits Anfangspositionen. "Denn eine der erfolgreichsten Anlagestrategien besteht darin, in einem rezessiven Umfeld antizyklisch in zyklische Aktien zu investieren." (fp)