Tesla, Alphabet, Meta (ehemals Facebook) und Co. sind bei Anlegern beliebt. Und zwar so sehr, dass die US-amerikanischen Wachstumschampions respektive ihre Aktien dank der rasanten Kursrally der vergangenen Jahre inzwischen nicht weniger als 30 (!!) Prozent des amerikanischen Leitindex S&P 500 ausmachen, während sich die übrigen 492 Anteilscheine den Rest teilen müssen. "Es gibt immer wieder Wachstumswerte, die alle üblichen Bewertungsmaßstäbe sprengen, weil sie besonders gute Zukunftschancen bieten und die Fantasie der Anleger anregen", sagt Peter Huber, Fondsmanager und Partner beim Vermögensverwalter Taunus Trust. Seiner Erfahrung nach ist bei solchen "Highflyern" allerdings allerhöchste Vorsicht geboten.

Kein Netz: Ehemaliger Handy-Primus ist aktienmäßig in der Versenkung verschwunden

 

Ein besonders drastisches Beispiel ist laut dem Fondsmanager Nokia. Der finnische Netzwerkausrüster und ehemals über alle Zweifel erhabene Handyhersteller wurde von Anlegern lange gefeiert, befindet sich aber seit der Jahrtausendwende in einer nicht enden wollenden Abwärtsspirale. Früher oder später kommt es bei solchen Titeln fast immer zu einem derartigen Blutbad, ist Huber überzeugt. "Die Börsenfriedhöfe sind voll mit ehemaligen Wachstumswerten, die sich nie mehr von einem Kurssturz erholt haben."  
 
Asiatische Value-Aktien besonders aussichtsreich 
Geht es nach dem Vermögensexperten, sollten Investoren davon absehen, in hochbewertete Unternehmen zu investieren. "In unserem Portfolio finden sich weder Tesla, Microsoft, Netflix, Nvidia, Apple, Alphabet oder Meta Platforms", sagt Huber. Stattdessen sieht er vor allem in Value-Aktien, etwa aus dem asiatischen Raum oder im Energie- und Minensektor großes Potential.: "Viel besser als in den USA und Europa haben sich in den letzten zehn Jahren die Umsätze und Gewinne in Japan entwickelt", sagt Huber, "ohne dass sich dies in dem japanischen Topix-Aktienindex niedergeschlagen hätte". (fp)