Ukraine-Krieg, Teuerung und Energiekrise brachten heuer die Kapitalmärkte unter Druck und damit auch das verwaltete Vermögen der österreichischen Pensionskassen. Ende des zweiten Quartals 2022 stand ein Betrag von 24,61 Milliarden Euro zu Buche. Das sind um 1,36 Milliarden Euro oder 5,25 Prozent weniger als zum Ende des ersten Quartals. Gegenüber dem historischen Rekordwert zum Jahresultimo 2021 gab es einen Einbruch um 2,37 Milliarden Euro (minus 8,78 Prozent). Die Zahlen veröffentlichte die Finanzmarktaufsicht (FMA) in ihrem Quartalsbericht zu den Pensionskassen.

Im Schnitt der vergangenen drei, fünf und zehn Jahre beträgt demnach die Performance +1,66 sowie +1,82 und +3,71 Prozent. Es gibt gut eine Million Anwartschafts- und Leistungsberechtigte im Pensionskassensystem. 12,8 Prozent von diesen (fast 132.000 Personen) beziehen bereits eine Pensionsleistung.

Vermögen hauptsächlich über Fonds gehalten
Das Vermögen der Pensionskassen wird zu 95,85 Prozent indirekt über Investmentfonds gehalten. Durchgerechnet in Veranlagungsklassen machen Aktien mit 36,95 Prozent den größten Anteil aus, gefolgt von Schuldverschreibungen mit 31,59 Prozent. Sehr deutlich ist die Verunsicherung über die Entwicklung der Kapitalmärkte am steigenden Geldvolumen zu sehen: Guthaben bei Kreditinstituten lagen im zweiten Quartal bei 9,14 Prozent – davor bei 6,9 Prozent. Immobilien machen derzeit 6,90 Prozent des Pensionskassenvermögens aus, Darlehen und Kredite 1,71 Prozent, sonstige Vermögenswerte 13,71 Prozent. Das Vermögen war nach Währungsabsicherungsgeschäften zu 32,85 Prozent in ausländischer Währung veranlagt. (eml)