Ende des Vorjahres lagen die Renditen für zehnjährige österreichische Staatsanleihen noch im negativen Bereich. Der österreichische Staat bekam von Investoren quasi Geld dafür gezahlt, dass sie ihm seine Anleihen abkaufen dürfen. Inzwischen hat sich das Bild geändert.

Mittlerweile liegt der Zins für zehnjährige Bonds bei rund 2,7 Prozent. Österreich kann sich damit im EU-Vergleich zwar noch immer günstig verschulden, rutscht aber im Ranking um vier Plätze auf die achte Position ab. Das zeigt eine Analyse des Momentum Instituts.

Die Momentum-Ökonomen weisen darauf hin, dass der Anstieg in Österreich größer sei als in vergleichbaren Ländern mit hoher Kreditwürdigkeit. Zurückzuführen sei das "einerseits auf die österreichische Gasabhängigkeit von Russland, andererseits aber auch auf die Budgetpolitik", so Chefökonom Oliver Picek in einer Aussendung. Trotz hoher Ausgaben, etwa der milliardenschweren Energiezuschüsse, würden die Steuern reduziert. Das schmälere den Spielraum für die Schuldenrückzahlung. (eml)