Große Zukunftsängste, große Wünsche: Innerhalb dieser Bandbreite müssen Anlageberater denken, wenn sie in der Kundenberatung sitzen. Das bestätigt eine IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen.

Fast ein Drittel der Österreicher geht demnach davon aus, dass es zum eigenen Pensionsantritt keine staatliche Pension mehr geben wird. Gleichzeitig schätzt der Großteil aber, dass die künftigen Pensionisten ein deutlich höheres Kapital brauchen als früher: 72 Prozent der Befragten sagen, dass der Wunsch nach Reisen die größte Veränderung ist. Gefolgt von aktiver Gesundheitsvorsorge (70 Prozent), beziehungsweise dem Wunsch, die neu erworbene Freizeit generell intensiv zu nutzen (69 Prozent).  

120 Euro für private Vorsorge
Aktuell wenden die Österreicher laut Studie monatlich im Durchschnitt 120 Euro für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge auf. Zu wenig, wie viele meinen. 94 Prozent der Pensionsskeptiker glauben, dass sie künftig mehr privat vorsorgen werden müssen.

Die Finanzlücke zwischen den zukünftigen Pflegekosten und den staatlichen Pflegeleistungen schätzen die Befragten mit durchschnittlich 1.566 Euro im Monat ein. "Ein durchaus realistischer Wert, wenn man sich die Berechnungen von Hilfsorganisationen ansieht, wonach ein Platz im Pflegeheim – je nach Pflegebedarf und Ausstattung – mit bis zu 6.000 Euro und die monatlichen Kosten für die Pflege zu Hause mit 3.500 Euro bis 4.500 Euro zu beziffern sind", so Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen und verantwortlich für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung.

Klare Nummer eins beim Lebensziel der Österreicher im Alter ist Gesundheit (91 Prozent), gefolgt von der Hoffnung, später einmal finanziell abgesichert zu sein und sich über Geld keine Sorgen machen zu müssen (81 Prozent). (eml)