Die Österreicher wurden 2025 im Onlinezahlungsverkehr um 115,4 Millionen Euro geprellt, ein Plus um 17,6 Prozent zum Jahr davor, wie aus einer Erhebung der Österreichischen Nationalbank (OeNB) hervorgeht.

Von 1.000 bezahlten Euro fließen im Durchschnitt 1,6 Cent an Betrügerinnen und Betrüger. Registriert wurden rund 351.000 betrügerische Transaktionen wie Überweisungen, Kartenzahlungen und -abhebungen, Lastschriften, E-Geld-Zahlungen, Finanztransfers und Scheckzahlungen.

Überweisungsbetrug in Österreich vorherrschend
Die Betrugsrate ist in Österreich geringer als im EU-Durchschnitt – mit Ausnahme von Überweisungen, bei denen die Anzahl der Transaktionen mit 0,004 Prozent doppelt so hoch ist  wie im EU-Schnitt.

Betrügerische Überweisungen richten in Österreich auch mit Abstand den größten Schaden an – dabei geht es um Transaktionen, die entweder von Kriminellen selbst ausgelöst, oder von Opfern nach gezielter Täuschung freigeben werden. Zwar machen Überweisungen nur rund neun Prozent der gemeldeten Betrugsfälle aus, sie sind mit rund 89 Millionen Euro aber für 78 Prozent der gesamten Schadenssumme verantwortlich. Im Durchschnitt beträgt ein Überweisungsschaden bei rund 3.000 Euro, in Einzelfällen sogar über eine Million Euro.

Die Last tragen meist die Konsumenten
In den meisten Fällen bleiben die Konsumenten auf dem Schaden sitzen: Sie trugen 2025 bei Überweisungen 97 Prozent der Verluste. Wer den finanziellen Schaden trägt, hänge wesentlich davon ab, ob eine Zahlung vom Opfer selbst autorisiert wurde. Bei Bargeldabhebungen trugen Kundinnen und Kunden hingegen etwa 55 Prozent der Verluste, bei Kartenzahlungen nur 32 Prozent. Verluste durch verbrecherische E-Geld-Transaktionen wurden vollständig von den Zahlungsinstituten getragen. (eml)