Nur jeder zehnte Österreicher könnte einer bargeldlosen Zukunft etwas abgewinnen. Das zeigt eine Untersuchung der Bezahlgewohnheiten durch die ING Bank in Österreich. Verglichen wurden die Werte aus 13 Länder in Europa, den USA und Australien. Nur jeder zehnte Österreicher sagt, er wolle künftig auf Bargeld verzichten.

Ein Leben ohne Bargeld wird nirgendwo sonst so deutlich abgelehnt. Im Nachbarland Deutschland können sich immerhin 15 Prozent einen Bargeldverzicht vorstellen. Im Europaschnitt ist es jeder Fünfte. Am ehesten ist es für die Befragten in der Türkei denkbar, sich von Bargeld zu verabschieden. 46 Prozent würde es nichts ausmachen, darauf zu verzichten.

Die Jungen bestehen auf Cash
Interessant ist, dass sich in Österreich auch die jüngere Generation nicht wirklich für eine bargeldlose Zukunft erwärmen kann. Selbst in der Gruppe der 18 bis 34-Jährigen meinten nur 17 Prozent, "cashless is beautiful". Damit liegt sogar diese Gruppe noch deutlich unter dem allgemeinen Europaschnitt von 22 Prozent.

ING Österreich hat im Rahmen der Erhebung zum dritten Mal in Folge auch die typischen Bezahlgewohnheiten abgefragt. Demnach ist vor allem in der Gastronomie der Barzahler-Anteil sehr hoch. Die Werte seien konstant – auch wenn die Kartenzahlung immer öfter und flächendeckender angeboten wird, heißt es in einer Aussendung. Fazit: Mobiles Banking nimmt zwar rasant zu, die Kunden würden aber dennoch weiter selbst entscheiden wollen, wie sie bezahlen, heißt es.

Die Umfrage erfolgte im Rahmen der regelmäßigen ING International Survey. Für die aktuelle Umfrage wurden vom Institut Ipsos online in 13 Ländern Europas (Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, Tschechien) sowie den USA und Australien knapp 15.000 Personen ab 18 Jahren befragt. In Österreich wurden über 1.000 Personen befragt. (eml)