Öl statt Wachstum: Warum Anleger Emerging Markets neu denken müssen
JO Hambro sieht die Emerging Markets vor einem Umbruch: Ein möglicher Versorgungsengpass am Ölmarkt könnte die Kräfteverhältnisse neu ordnen. Warum Brasilien profitiert, Indien unter Druck gerät und China plötzlich als Stabilitätsfaktor gilt.
Schwellenländer treten laut James Syme, Senior-Fondsmanager bei JO Hambro, in ein "grundlegend anderes makroökonomisches Umfeld" ein. Entscheidend seien nicht länger klassische Wachstumsunterschiede oder geldpolitische Divergenzen, sondern Energiesicherheit, fragile Lieferketten und Rohstoffknappheit. Besonders die Gefahr der Unterbrechung von Öl- und Gaslieferungen durch die Straße von Hormus stelle "nicht nur ein weiteres geopolitisches Risiko" dar, sondern einen möglichen "systemischen Versorgungsschock".
Dieser könnte die relative Performance innerhalb der Emerging Markets neu ordnen, Kapitalströme umlenken und die Kluft zwischen Gewinnern und Verlierern vergrößern. Für Anleger bedeute das einen Regimewechsel: "In diesem Umfeld zählen Rohstoffintensität, Energieautarkie und logistische Widerstandsfähigkeit stärker als traditionelle Schwellenländer-Wachstumsnarrative", schreibt Syme. Maßgeblich sei künftig weniger die pauschale Allokation in Schwellenländer, sondern vielmehr die gezielte Auswahl innerhalb der Anlageklasse.
In sieben Punkten analysiert der Fondsmanager die möglichen Folgen eines Ölschocks, benennt regionale Gewinner und Verlierer und skizziert die passende Portfolio-Positionierung – klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. (mb)















