Wenn Großbritannien ohne ein Abkommen aus der Europäischen Union aussteigen sollte, würde Irland nach Einschätzung der Zentralbank des Landes in den nächsten zwei Jahren mehr als 73.000 Arbeitsplätze verlieren.

Irlands Arbeitslosenquote würde im Falle eines sogenannten No-Deal-Brexits im Jahr 2020 auf 5,8 Prozent und 2021 auf 6,9 steigen steigen, prognostiziert die Central Bank of Ireland. Hingegen würde mit einer Austrittsvereinbarung die Arbeitslosenquote in beiden Jahren mit fünf Prozent deutlich niedriger ausfallen.

Irlands Wirtschaft am stärksten betroffen
Ein No-Deal-Brexit würde zu Schocks bei Wechselkurs, Handel, Konsum und Investition führen und somit zu einer deutlichen Verschlechterung der Wirtschaftslage, so die Notenbank. Innerhalb der EU dürfte Irlands Wirtschaft am stärksten unter einem ungeordneten Austritt leiden. In einem No-Deal-Szenario würde sich das Wachstum im nächsten Jahr auf 0,8 Prozent abschwächen – verglichen mit einem BIP-Anstieg um 4,3 Prozent, wenn es zu einer Einigung kommen sollte. (mb/Bloomberg)