Der US-Dollar befindet sich derzeit auf einem Zweijahrestief von 0,85 gegenüber dem Euro. Weil sich die Währungsstärke weiter verschlechtert, werden US-Dollar-basierte Schwellenländer-Anleihen und Rohstoffe attraktiver, sagt Mark Franklin, Leiter des Bereich Flexible Multi Asset bei NN Investment Partners. "Die Investoren müssen überdenken, wie die Portfolios aussehen sollen, die sie in den nächsten Monaten verwalten wollen, und sich auf Regionen oder Anlageklassen konzentrieren, die von einem schwächelnden Dollar profitieren", sagt Franklin.
 
Wenn der US-Dollar schwach ist, schenke man Schwellenländer-Anlagen, die in ihrer Währung denominiert sind, mehr Aufmerksamkeit. Investoren sähen ein geringeres Risiko möglicher Währungsverluste. "Sowohl Schwellenländeranleihen als auch Aktien sind relativ attraktiv. Insbesondere erstere – sowohl Staatsanleihen als auch Unternehmensanleihen – sind aufgrund der stabileren Renditen, die sie bieten, relativ attraktiv", sagt Franklin.
 
Auch Rohstoffe attraktiv
Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) weitet ihre Bilanz aus und pumpt enorm schnell Geld in das Währungssystem. Der Euro hingegen festigt sich, auch aufgrund der entschlossenen politischen Maßnahmen der EZB und der europäischen Regierungen. "Auf Dollar laufende Rohstoffe, insbesondere Edelmetalle, können bei weiterer Währungsschwäche ebenfalls einen Preisanstieg verzeichnen", sagt Franklin. (fp)