Unternehmen aus der ganzen Welt haben im noch laufenden September Green Bonds mit einem Volumen von 34 Milliarden Euro ausgegeben, meldet NN Investment Partners (NNIP) – das ist schon jetzt ein neuer Monatsrekord. Neuemissionen stammten unter anderem von Volkswagen (zwei Milliarden Euro in zwei Tranchen), Daimler (eine Milliarde Euro), dem französischen Telekommunikationsriesen Orange (500 Millionen Euro) und dem mexikanischen Getränkekonzern Coca Cola Femsa (705 Millionen US-Dollar).

Spannende Folgeemissionen kamen laut NNIP etwa vom US-Kommunikationskonzern Verizon (eine Milliarde US-Dollar), dem US-REIT Digital Realty (750 Millionen Euro) und der französischen Großbank Société Générale (eine Milliarde Euro). Bei Investoren besonders beliebt war diesen Monat indes eine Öko-Staatsanleihe: Die erste grüne Zwillingsanleihe der Bundesrepublik Deutschland. Die Nachfrage nach dem Papier, mit dem umweltfreundliche Projekte finanzieren werden sollen, lag deutlich höher als das Angebot

EU-Wiederaufbaufonds als Markttreiber
Die deutsche Neuemission habe den globalen Markt für Green Bonds auf 644 Milliarden Euro getrieben und die Emittentenbasis diversifiziert, kommentiert NNIP-Portfoliomanagerin Jovita Razauskaite. "In Zukunft können wir sehen, dass der supranationale Anteil im grünen Anleiheuniversum ausgeweitet wird, da die EU plant, fast ein Drittel des Wiederaufbaufonds mit grünen Anleihen zu finanzieren", sagt sie. Bisher liegt der Anteil an Green Bonds von supranationalen Emittenten bei neun Prozent. (fp)