Mit 394 zu 206 Stimmen (bei 49 Enthaltungen) stimmte am Dienstag das Europäische Parlament in Straßburg mehrheitlich für die Französin Christine Lagarde als neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank. Die Abstimmung ist zwar nicht verbindlich, hat jedoch großes politisches Gewicht. Bereits zuvor erhielt die bisherige Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) die Zustimmung des Wirtschaftsausschusses des EU-Parlaments.

Zudem bestätigte das Parlament Notenbank-Direktor Yves Mersch als neuen Vizechef der EZB-Bankenaufsicht, nachdem die Amtszeit von EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger im Februar abgelaufen war. Der Posten, der bislang unbesetzt blieb, gilt als wichtiges Bindeglied zwischen der Aufsicht und der Geldpolitik. (mb)