Die Volksvertreter im Parlament machen Druck auf die Regierung bei der seit längerem im Raum stehenden Frage der verstärkten Finanzbildung. Am Mittwoch hat der Nationalrat einen Entschließungsantrag (Link zur Parlamentswebsite) für mehr Information von Verbrauchern über Finanzdienstleistungen so wie Schuldenprävention angenommen. Darin wird die Bundesregierung unter anderem ersucht, Maßnahmen auszuarbeiten.

Konkret fordern die Abgeordneten eine verstärkte Aufnahme von Finanzbildung in die Lehrpläne. Damit wird Druck gemacht in der vor einiger Zeit von Finanzminister Gernot Blümel ausgerollten Initiative, bei der in einem ersten Schritt die österreichweiten Angebote erhoben werden sollen. Außerdem verlangen die Abgeordneten Informationsangebote etwa über den Bankenrechner, das Basiskonto und Schuldenprävention, wie es in einer Mitteilung der Parlamentskommunikation heißt.

Überziehungszinsdeckel abgelehnt
Basis des Antrags war eigentlich eine Senkung der Überziehungszinsen bei Banken auf fünf Prozent. Diese Forderung fand keine Mehrheit, wie die Parlamentskommunikation berichtet. Der Antrag auf eine Deckelung war von den Freiheitlichen eingebracht worden, mit der Begründung, dass aufgrund der Corona-Krise viele Menschen gezwungen seien, ihr Konto zu überziehen und dafür zwischen 5,375 und 13,5 Prozent an Zinsen zu zahlen seien. Vorgeschlagen wurde, dass ein "verbraucherfreundlicher Corona-Überziehungszinssatz" von maximal fünf Prozent eingehoben werden sollte. (eml)