Wer seine Schwellenländer-Investents aktiv verwalten lässt, hat gute Chancen, den Markt zu schlagen. Das hat das aktuelle Aktiv-Passiv-Barometer des Analysehauses Morningstar ergeben. Vor allem Aktienfonds aus der Region Asien ohne Japan schnitten gut und besser ab als die Herausforderer aus dem Lager der Index-Imitate. 70 Prozent der aktiven Manager lagen hier in den vergangenen zwölf Monaten vor ihren Indexfonds-Konkurrenten. Auch Fonds, die auf Schwellenländeraktien aus der ganzen Welt setzen, schnitten mit einer Erfolgsquote von 59 Prozent auf Zwölf-Monats-Basis auffallend gut ab. 

Allerdings war selbst in den besten aktiv gemanagten Fondskategorien nur die kurzfristige Bilanz überzeugend. In nahezu allen untersuchten Kategorien fiel der Leistungsvergleich über 15 Jahre hinweg ernüchternd aus. Die Studie zeigt auch, dass der Erfolg eines aktiven Fonds maßgeblich von den Kosten abhängt. Günstige Fonds schnitten durchweg besser ab als teure. Besonders schlecht funktionierte aktives Management in liquiden und weithin entwickelten Märkten. Das zeigte sich etwa bei Standartwerte-Fonds, die in Deutschland, der Eurozone oder den USA investieren. 

Aktive Anleihefonds enttäuschen
Bei den Bonds konnten nur die Euro-Unternehmensanleihen ihre passive Pendants signifikant häufig schlagen. Immerhin 42 Prozent der aktiv verwalteten Fonds waren hier in den vergangenen zwölf Monaten besser als ihre Indizes. Bei diversifizierten Euro-Rentenfonds waren es nur noch schwache 17 Prozent, bei aktiv verwalteten Schwellenländer-Rentenfonds 19 Prozent. (fp)