Der jüngste Ausverkauf an den US-Aktienmärkten dürfte sich dem Ende nähern, so Morgan-Stanley-Stratege Michael Wilson. Er bekräftigte seinen optimistischen Ausblick für das kommende Jahr.

"Wir betrachten jede weitere kurzfristige Schwäche als Gelegenheit, Long-Positionen für das nächste Jahr auszubauen", hieß es in einer Mitteilung vom Montag (24.11.). Das Team ist für Konsumgüter, Gesundheitswesen, Finanzwerte, Industrieunternehmen und Nebenwerte positiv gestimmt.

Prognose zählt zu den höchsten an der Wall Street
Die Strategen erwarten, dass der S&P 500 innerhalb eines Jahres auf 7.800 Punkte steigt – eine der höchsten Prognosen unter den von der Nachrichtenagentur "Bloomberg" erfassten Häusern. Die Vorhersage impliziert einen Anstieg von rund 18 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau und eine deutliche Erholung von der jüngsten Korrektur.

Ende der Korrektur ist nah
Der S&P 500 hat seit seinen Hochs im Oktober etwa vier Prozent verloren, ausgelöst durch Sorgen über hohe Bewertungen im Technologiesektor. "Die Schwäche unter der Oberfläche ist ein Zeichen dafür, dass wir eher am Ende dieser Korrektur stehen als am Anfang", schrieb Wilson, auch wenn kurzfristige Volatilität nicht auszuschließen sei.

Fed-Zinssenkungen und KI sollen Aufschwung tragen
Wilson geht davon aus, dass die Federal Reserve letztlich Zinssenkungen vornehmen wird, die den Aktienmarkt stützen. Zudem sieht er in künstlicher Intelligenz (KI) einen Treiber für Effizienzgewinne. Er gehört zu den wenigen Prognostikern, die im April an ihrer positiven Einschätzung festhielten – selbst als Aktien nach umfassenden US-Zöllen unter Druck gerieten. Diese Überzeugung erwies sich als richtig, denn der S&P 500 stieg in den folgenden Monaten auf ein Rekordhoch. (mb/Bloomberg)