Die ausbleibende Zinserhöhung durch die Notenbanken lässt Anleger enttäuscht zurück. Wer Anleihen kaufen will, sieht in einem Nullzinsumfeld normalerweise nur wenige Chancen auf Rendite. Dennoch: Die deutsche Nachfrage nach Staatsanleihen hält sich auf einem hohen Niveau. Anleger bleiben also weiterhin skeptisch und sehnen sich nach einem turbulenten Jahr 2018 nach Sicherheit, schlussfolgert die Hamburger Privatbank M.M.Warburg.

Von dem überraschenden Kurswechsel der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) aufgrund sinkender Konjunktur- und Inflationsaussichten profitieren sowohl Renten- als auch Aktienmärkte: Leicht gedämpfte Wachstumserwartungen halten die Wirtschaft noch auf einem akzeptablen Niveau und führen gleichzeitig nicht zu einer restriktiveren Geldpolitik. Europäische Staatsanleihen steigerten ihren Wert denn auch seit Jahresbeginn um 2,4 Prozent. 

Derzeit keine Anzeichen für eine Rezession
Das Augenmerk von Anlegern sollte vor allem auf Anleihen mit längeren Laufzeiten liegen, da diese stark von sinkenden Renditen profitieren. Eine Rezession ist nach Ansicht von M.M.Warburg derzeit unwahrscheinlich. Darum lohne sich auch die Investition in Unternehmens- und Schwellenländeranleihen mit schwächerer Bonität. (fp)