Seit 2011 ist die Rendite am Sparbuch bis auf zwei Ausnahme-Jahre immer negativ gewesen. Das zeigt eine Berechnung der Agenda Austria. Diese Entwicklung wird sich noch verschärfen. "Weil es am Sparbuch praktisch keine Zinsen mehr gibt, aber die Inflation hoch ist, werden die Österreicher allein heuer und im kommenden Jahr rund fünf Milliarden Euro an Wert am Sparbuch verlieren", rechnet Agenda Austria-Ökonom Hanno Lorenz vor.


Aufgrund der anziehenden Preise werden die realen Zinsen im kommenden Jahr sogar minus 2,8 Prozent für jenes Geld betragen, das am Sparbuch liegt. Man müsse die Unterentwicklung der Kapitalmarktkultur in Österreich ändern, etwa durch Finanzbildung. "Auch Kleinsparer können dann vom Kapitalmarkt profitieren und am langfristigen Wachstum der Weltwirtschaft teilhaben", so Lorenz. (eml)