Die Börsen sind der Realwirtschaft meist mindestens einen Schritt voraus. Daran wird sich auch in diesem Jahr nichts ändern. Robert Greil, Chefstratege bei der Privatbank Merck Finck, prognostiziert: "Während 2021 die Aktienmärkte im ersten Halbjahr besser performen dürften, wird die Wirtschaft vor allem im zweiten Halbjahr in Schwung kommen." Aktien sollten, angetrieben von der Aussicht eine anziehende Wirtschaftsaktivität nach dem Ende der Pandemie, die positiven Konjunkturperspektiven vorwegnehmen.

"Zudem sind gerade in den nächsten Wochen und Monaten größere Zweifel an der anhaltenden expansiven Regierungs- und Notenbankpolitik unwahrscheinlicher als in der zweiten Jahreshälfte, wenn es auch Anzeichen für eine Überstimulierung geben könnte", sagt Greil. Zu den wichtigsten Terminen, die Aufschluss über die Wirtschaftsentwicklung in diesem Jahr geben, gehören die Bekanntgabe der Inflationszahlen für Deutschland im Januar in der gerade begonnen Woche sowie der Arbeitsmarktbericht. In den USA tagt am Mittwoch erstmals nach dem Wechsel im Weißen Haus die US-Notenbank Federal Reserve. (fp)