Der Handelsstreit zwischen den USA und China ist nach wie vor nicht gelöst. Im Gegenteil: Donald Trump hat mit seiner neuesten Drohung, die Zölle auf chinesische Importe zu erhöhen, für Unruhe an den Kapitalmärkten gesorgt. "Die Handelskonflikte rund um die USA lassen sich kaum über Nacht lösen und werden daher die Finanzmärkte weiter in Atem halten", sagt Robert Greil, Chefstratege bei Merck-Finck. Somit bleibt die Lage der Weltwirtschaftspolitik weiter angespannt.

Nach wie vor überlegt US-Präsident Donald Trump auch höhere Importzölle auf Autos aus der Europäischen Union (EU) zu erheben. Und "mit den Europäischen Parlamentswahlen vom 23. bis 26. Mai winkt bereits der nächste Unruheherd für Investoren", sagt Greil. Denn auch hier ist der Ausgang ungewiss.

Veröffentlichung einiger Makrodaten könnte Anleger weiter verunsichern
Chefstratege Greil rechnet aufgrund der politischen Unsicherheiten für den Mai mit anhaltenden höheren Schwankungen am Aktienmarkt. Bald werden die Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt des ersten Quartals 2019, die April-Inflation in Deutschland und die Handelsbilanz der Eurozone im März veröffentlicht. Diese Daten könnten die Ängste der Anleger weiter befeuern – oder mildern. (fp)