Laut dem prominenten Investor Mark Mobius hat Gold nach seinem historischen Preisanstieg an Attraktivität eingebüßt. Er warnt davor, dass eine mögliche Erholung des US-Dollar in einer Phase, in der viele Marktteilnehmer weiterhin optimistisch sind, Druck auf Edelmetalle ausüben könnte.

"Ich werde es auf diesem Niveau ganz sicher nicht kaufen", sagte Mobius, Managing Director des "Mobius Emerging Opportunities Fund", am Freitag (16.1.) in einem Interview mit "Bloomberg TV". Er würde das Metall jedoch in Betracht ziehen, wenn die Preise 20 Prozent unter dem heutigen Niveau lägen.

Dollar-Erholung als Belastungsfaktor
Der Dollar könnte gegenüber dem aktuellen Niveau aufwerten, da Prognosen auf eine Trendwende in der US-Wirtschaft hindeuten, fügte Mobius hinzu. Eine solche Entwicklung würde Edelmetalle seiner Ansicht nach weniger attraktiv machen.

Mobius' vorsichtige Einschätzung folgt auf das beste Jahr für Gold seit 1979. Getrieben wurde der Preisanstieg durch umfangreiche Käufe der Zentralbanken, niedrigere Zinsen sowie die Nachfrage von Anlegern aus dem sogenannten "Debasement Trade".

Dabei hielten Sorgen über steigende Schulden viele Investoren von Staatsanleihen und Währungen fern. Für zahlreiche Marktteilnehmer bleiben die Aussichten dennoch positiv, da die meisten Faktoren, die Gold im vergangenen Jahr beflügelt haben, weiterhin bestehen.

Fokus auf asiatische Aktienmärkte
Unabhängig davon bezeichnete Mobius China, Indien, Korea und Taiwan als die attraktivsten Aktienmärkte Asiens für globale Investoren. Die Rally in China hält er für nachhaltig, da das Land deutliche Fortschritte im Technologiesektor mache. (mb/Bloomberg)