"Magnificent Seven" 2026: Die Tech-Giganten im Vergleich
Die großen US-Tech-Werte haben den Markt jahrelang dominiert. Doch der Vorsprung schmilzt. Sinkendes Gewinnwachstum, hohe KI-Investitionen und zunehmende Bewertungsfragen zwingen Investoren 2026 zu einer selektiveren Auswahl innerhalb der "Magnificent Seven".
Um den Gesamtmarkt in den vergangenen Jahren zu schlagen, setzten viele Investoren konsequent auf die größten US-Technologiekonzerne. Diese Strategie ging lange auf – im vergangenen Jahr jedoch erstmals nicht mehr.

Erstmals seit 2022 entwickelten sich die meisten Unternehmen der sogenannten "Magnificent Seven" schwächer als der S&P 500. Zwar legte der "Bloomberg Magnificent Seven Index" 2025 um 25 Prozent zu, gegenüber 16 Prozent beim S&P 500. Der Großteil der Outperformance sei jedoch auf Alphabet und Nvidia zurückzuführen.
"Kein Markt, der für alle gleich ist"
Viele Marktbeobachter erwarten, dass sich diese Entwicklung 2026 fortsetzt. Gründe sind ein nachlassendes Gewinnwachstum sowie zunehmende Zweifel an der Rentabilität der hohen Investitionen in künstliche Intelligenz (KI). Seit Jahresbeginn liegt der "Magnificent Seven"-Index lediglich 0,5 Prozent im Plus, während der S&P 500 bis Anfang dieser Woche um 1,8 Prozent zulegte.
"Dies ist kein Markt, der für alle gleich ist", sagte Jack Janasiewicz, Leiter Portfoliostrategie bei Natixis Investment Managers Solutions. "Wenn man einfach nur die Gruppe kauft, könnten die Verlierer die Gewinner ausgleichen."
Gewinne verteilen sich breiter
Der seit drei Jahren andauernde Bullenmarkt wurde maßgeblich von den Tech-Giganten getragen. Allein Nvidia, Alphabet, Microsoft und Apple stehen für mehr als ein Drittel der Gewinne des S&P 500 seit Beginn der Rally im Oktober 2022. Inzwischen lasse die Begeisterung für diese Titel jedoch nach, während das Interesse an anderen Indexwerten zunehme.
Für 2026 wird bei den "Magnificent Seven" ein Gewinnwachstum von rund 18 Prozent erwartet – das langsamste Tempo seit 2022 und nur wenig mehr als die prognostizierten 13 Prozent für die übrigen 493 Unternehmen im Index, wie Daten von "Bloomberg Intelligence" zeigen. "Wir beobachten bereits eine Ausweitung des Gewinnwachstums und gehen davon aus, dass sich dieser Trend fortsetzen wird", sagte David Lefkowitz, Head of US Equities bei UBS Global Wealth Management. "Technologie ist nicht das einzige dominierende Thema am Markt."
Bewertungen geben Spielraum
Ein Lichtblick sind die im historischen Vergleich moderateren Bewertungen. Der "Magnificent Seven"-Index wird aktuell mit dem 29-Fachen der erwarteten Gewinne der kommenden zwölf Monate gehandelt – deutlich unter den Multiplikatoren von über 40 zu Beginn des Jahrzehnts. Der S&P 500 notiert beim 22-Fachen, der Nasdaq 100 beim 25-Fachen.
Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" skizziert die Erwartungen für das laufende Jahr – klicken Sie sich durch unsere Bilderstrecke. (mb/Bloomberg)
















