Ein nachhaltiges Portfolio beschert Anlegern nicht nur ein gutes Gewissen bei der Geldanlage. Wer seine Anlagen nach Nachhaltigkeitskriterien auswählt, kann seine Performance sogar steigern. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie im Auftrag von Lyxor Asset Management. "Die Verbesserung des ESG-Profis eines Portfolios geht nicht zulasten der Performance. In einigen Fällen kann es sogar zu höheren Renditen führen", sagt Marlène Hassine Konqui, ETF-Expertin bei Lyxor AM.

In der Studie untersuchten Forscher der Universität Lausanne die zurückliegende Performance eines globalen Aktienuniversums zwischen 2007 und 2019. Das Ergebnis: Mit dem Einsatz eines ESG-Filters ließ sich in den meisten Fällen sogar die Performance von risikobehafteten Portfolios steigern, und das auch auf risikoadjustierter Basis.

Nachfrage nach grünen Investments steigt
So wirkte sich beispielsweise der Ausschluss aller Unternehmen mit einem ESG-Rating unterhalb des Medians positiv auf ein europäischen Aktienportfolio aus: Über einen Zeitraum von zehn Jahren ließ sich mit diesem Filter  eine zusätzliche Rendite von 2,3 Prozent pro Jahr erzielen. Zugleich sank die Volatilität um 1,6 Prozent.

Die Untersuchung zeigt auch ein steigendes Interesse der Investoren an nachhaltigen Anlagen. Nachhaltige Vermögenswerte, einschließlich aktiv und passiv verwalteter ESG-Fonds, erreichten bis Ende 2018 einen Wert von mehr als 31 Billionen US-Dollar – ein Plus von 34 Prozent seit 2016. Damit machen nachhaltige Anlagen derzeit einen Anteil von 39 Prozent am weltweit professionell verwalteten Vermögen aus. (fp)