Mit der Konjunktur geht es aufwärts, die Inflation zieht kräftig an. Doch während sich alles um sie herum verändert, bleiben die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) auf Kurs. Geldpolitisches Verharren scheint abermals die bevorzugte Option der Notenbanken zu sein. "Die amerikanische Fed und die EZB haben sich für das verbal unterfütterte Nichtstun entschieden", sagt Christoph Bruns, Vorstand und Fondsmanager beim Vermögensverwalter Loys, in einem aktuellen Beitrag auf "Capital.de".

Anstatt zu handeln, geben sich die Zentralbanken lieber philosophisch, kritisiert Bruns. Die Entscheidung, ihre Leitzinsen konstant niedrig zu halten, begründeten die Währungshüter mit den Worten "der Inflationssprung sei transitorisch" – die Teuerung sei demnach vorübergehend. Aus Bruns' Sicht eine richtige Beobachtung, wenn man bedenkt, dass nichts im Leben von Dauer ist. "Man muss nur lange genug warten und die Verhältnisse werden sich schon irgendwie ändern", sagt Bruns. Der Philosoph Arthur Schopenhauer habe es einst so ausgedrückt: "Der Wechsel allein ist das Beständige". (fp)