Die Experten der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sehen das kommende Börsenjahr mit gemischten Gefühlen: Man erwarte für 2020 keine rasante Kursrally, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Für Ende 2020 prognostiziert LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert demnach einen Dax-Stand von 13.500 Punkten, also leicht oberhalb des aktuellen Niveaus.

Das nächste Jahr wird aus Sicht der LBBW ein Übergangsjahr. Zwischendurch könne es holprig werden, sagte Burkert der FAZ zufolge mit Blick auf die anstehenden Präsidentenwahlen in Amerika. "Wir erwarten, dass die Anleger temporäre Rückschläge am Aktienmarkt als Kaufgelegenheit nutzen werden." Auch dürfte der monetäre Rückenwind seitens der amerikanischen Notenbank Fed und der Europäischen Zentralbank weiter wehen. Den Dow-Jones-Index taxiert Burkert auf 28.000 Zählern und den Euro Stoxx 50 auf 3.750 Punkte Ende nächsten Jahres.

Mittelfristig positivere Aussichten
Mittelfristig ist der Experte optimistischer gestimmt: In den nächsten fünf Jahren rechnet Burkert mit einer durchschnittlichen Rendite von Dax-Papieren von jährlich 7,5 Prozent. Niedrige, vielfach sogar negative Anleiherenditen sprechen aus LBBW-Sicht weiter dafür, in Aktien zu investieren. Sie verfügten im Vergleich zu Bonds über eine so hohe relative Attraktivität wie selten zuvor. (fp)