Das Start-up Helveteq hat Anfang April zwei klimaneutrale Exchange Traded Products (ETPs) für Kryptowährungen emittiert, berichtet die Schweizer "Handelszeitung". Die Idee dahinter: Durch Investitionen in nachhaltige Produkte will Gründer Roger Studer, ehemaliger Investmentbanking-Chef von Vontobel, die hohen Emissionen der Kryptowährungen ausgleichen. Die beiden ETPs basieren auf den zwei bekanntesten Kryptowährungen Bitcoin und Ethereum. 

Die Universität Zürich berechnet den CO2-Fußabdruck der Krypto-Anlageprodukte. Anschließend "investieren wir in Aufbauprojekte etwa von der UNO und kompensieren so den CO2-Fussabdruck", erklärt Studer gegenüber der "Handelszeitung". Die Kosten für die Kompensation seien in der Gebühr von 1,69 Prozent enthalten. 

Klimafreundliche Kryptos noch Mangelware
Die ETPs sollen eine Alternative für Privatanleger sein, die zwar in Kryptowährungen, aber dennoch ESG-konform, investieren wollen. Der Markt bietet bisher nicht genug, analysiert Studer in der "Handelszeitung": Insbesondere Banken hätten einen enormen Bedarf an nachhaltigen Investments. Helveteq beschäftigt derzeit zwölf Mitarbeiter. Geschäftsführer des Start-ups ist Christian Katz, ehemaliger Chef der Schweizer Börse SIX. (fp)