Wie wird man eigentlich zu einer lebenden Legende? Wenn man Wikipedia fragt, dann versteht man darunter eine Person, der schon zu Lebzeiten eine besonders bemerkenswerte Lebensgeschichte sowie zeitüberdauernde Bedeutung zugesprochen wird. Und was die Wesenszüge einer solchen Person angeht, gehören sicher Eigenschaften dazu wie Disziplin und Ehrgeiz, aber auch eine Portion Besessenheit im Detail und nicht zuletzt gesunder Menschenverstand. Am Ende ist es wahrscheinlich die Gesamtheit all dieser Eigenschaften, durch die man zur lebenden Legende wird.

Wer zum ersten Mal auf einen Fondsmanager wie John A. Carey trifft, bemerkt sehr schnell, dass all das auf diesen Mann durchaus zutrifft. Zum Ausnahmemanager ist er schon allein deshalb geworden, weil er nicht nur fast 30 Jahre lang die Geschicke des Pioneer Fund, eines der ältesten US-Aktienfonds überhaupt, bestimmt hat. Er managt seit dessen Auflage im Jahr 1990 auch den Amundi Funds Pioneer US Equity Dividend Growth. Und auch das sind inzwischen wieder fast 30 Jahre.

Geräuschlose Übergabe
Nahezu geräuschlos hat der Fondsveteran vor rund vier Jahren begonnen, die Verantwortung für den Fondsklassiker Pioneer Fund an seinen Kollegen Jeff Kripke zu übergeben, der Mitte 2015 von Allianz Global Investors zu Pioneer gestoßen war. Carey ist aber nach wie vor als Co-Manager des Fonds aktiv. Genauso nahtlos ist im Juli 2017 auch die Übernahme der früheren Pioneer Investments durch den französischen Fondsriesen Amundi über die Bühne gegangen. (hh)


Seither war Carey nur selten in Europa. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihn am Rande des Petersberger Treffens in Königswinter bei Bonn zum Gespräch für die aktuelle FONDS professionell-Heftausgabe 4/2019 zu treffen. Das gesamte Interview können angemeldete KLUB-Mitglieder auch im E-Magazin nachlesen.