Bei der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington hat die österreichische Politik den Ausbau des Weltbankstandorts in Wien weitgehend unter Dach und Fach gebracht. "Ab Juni 2019 wird dieser auf rund 250 Mitarbeiter ausgeweitet und die Präsenz damit innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt", so Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) in einer Aussendung.

Darüber hinaus eröffne der IWF in Wien ein eigenes Büro. Die fixierte Etablierung einer IWF-Repräsentanz sei "Ausdruck höchster Anerkennung" für die Arbeit Österreichs, so Löger, der auf die Schwerpunktsetzung "Westbalkan und Südosteuropa" verweist. Das Land sei als Brückenbauer und Türöffner "international gefragt", so Löger in einer Aussendung.

Wie "Der Standard" berichtet, dürfte Wien beim Ausbau des Weltbankstandortes direkt von der Schließung einer Stelle in Istanbul profitieren. "Die Türken sind ziemlich verstimmt", zitiert die Zeitung einen Insider. Demnach seien die Politik von Präsident Recep Tayyip Erdoğan, Sicherheitsbedenken sowie die hohe Lebensqualität in Wien Hauptfaktoren für die Verlagerung nach Wien. (eml)