Immobilien, einzelne Maschinen, Containerschiffe: Immer mehr Werte werden als Token auf Blockchains gesichert und damit handelbar gemacht. "Diese digitalen Assets sind immer verfügbar und benötigen keinen Mittler mehr, um sie zu kaufen oder verkaufen", sagt Uwe Zimmer, Geschäftsführer der Fundamental Capital GmbH in Köln. Die neuen digitalen Werte sind außerdem kostengünstig und beliebig teilbar. Das macht sie dem Vermögensprofi zufolge zu einer völlig neuen Spielart für die Geldanlage.

Selbst mit kleinem Vermögen lässt sich so mit Hilfe der Technologien ein breit diversifiziertes Portfolio schaffen, in dem neben Aktien und Anleihen eben auch Anteile an Immobilien oder Containerschiffen enthalten sind. "Ein Kleinanleger kann sich damit ein Portfolio zusammenstellen, das aus vielen hochinteressanten Einzelinvestments besteht, die sonst nur professionellen Anlegern angeboten werden", erklärt Zimmer.

Millionen Möglichkeiten
Allerdings gibt es noch einige Fragezeichen. Das erste ist die Regulierung: "Erst wenn diese so wasserdicht ist wie bei Aktien oder Anleihen, werden die Token überhaupt als ernsthafte Anlage wahrgenommen werden", sagt Zimmer. Das größere Fragezeichen steht aber hinter der Frage, ob jeder Anleger auch das Investment findet, das zu ihm passt.

"Schon heute sind die meisten Investoren – auch die professionellen – überfordert damit, alle Anlagemöglichkeiten zu kennen, sie zu bewerten und zu handeln", sagt Zimmer. Jetzt kommen möglicherweise bald Millionen neuer Anlageobjekte dazu. "Wie auch heute wird es dann wohl so sein, dass diejenigen Anbieter mit dem größten Marketing-Budget auch am meisten Aufmerksamkeit schaffen und das größte Stück vom Anlagekuchen abbekommen", so der Anlageprofi. (fp)