Brexit, Handelskrieg, Unruhen in Nordafrika: Eigentlich gibt es ausreichend Grund zur Besorgnis, sagt Uwe Zimmer, Geschäftsführer der Fundamental Capital GmbH in Köln. Trotzdem kaufen Investoren weiterhin kräftig ein, wie der Kursanstieg im ersten Quartal 2019 zeigt. "Viele Akteure haben immer nur den Sommer der Märkte erlebt. Möglicherweise aber kommt jetzt der Winter", sagt Zimmer. Anleger hätten noch nicht genug Angst davor.

Zumindest liegt diese Vermutung nahe, wenn man sich die Entwicklung der Volatilitätsindizes anschaut: Sie zeigten in den vergangenen Monaten kaum Regung. "Nach einer so langen Phase der Ruhe kam es oft zu einem schnellen Anstieg, weil die Märkte schnell und heftig einbrachen. Dies kann auch jetzt geschehen", erklärt Zimmer. Eine Sicherheit gebe es nicht, mit einem guten Risikomanagement könnten Anleger die Folgen aber mindern.

Die Angst kehrt zurück
Tatsächlich scheint das Fahrwasser an den Märkten bereits unruhiger zu werden. Jüngst twitterte US-Präsident Donald Trump, dass er die Zölle auf chinesische Waren erhöhen will. "Nachdem fast alle in den vergangenen Wochen mit einer festen Einigung gerechnet hatten, ist das eine negative Überraschung", sagt Zimmer. Zum ersten Mal seit Monaten habe die Volatilität an den Märkten daraufhin spürbar angezogen. (fp)