Mehr als jeder dritte Österreicher (34 Prozent) hat in den vergangen zwölf Monaten einen privaten Versicherungsabschluss getätigt. 2017 waren es nur gut ein Viertel (26 Prozent) und 2016 nur 15 Prozent. Das ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung der Unternehmensberatung EY, für die gut 1.000 Österreicher befragt wurden.

Laut einer Aussendung waren im Vorjahr Kfz-Versicherungen besonders beliebt (31 Prozent), gefolgt von Haushaltsversicherungen (20 Prozent) und Unfallversicherungen (7 Prozent). Vergleichszahlen zum Jahr davor liefert EY nicht.

Offlineabschluss ist am wichtigsten
Beim Versicherungsabschluss zählt für den Großteil der Österreicher der persönliche Kontakt: Mehr als acht von zehn Österreichern haben ihre letzte Versicherung offline abgeschlossen. Die Nase hatten dabei die Versicherungsvertreter vorn (56 Prozent), gefolgt von Maklern (zehn Prozent) und Bankberatern, bei denen acht Prozent die letzte Versicherung abgeschlossen haben.

Die Befragung legte einen Schwerpunkt auf die Digitalisierungsbedürfnisse der Kunden und zeigte, dass 47 Prozent einer Online-Beratung (etwa Chats, Co-Browsing oder Videoberatung) ablehnend gegenüber stehen. Nur sieben Prozent schätzen die Online-Beratung als qualitativ besser ein – am beliebtesten ist dabei das Texten via Chatprogramm.  Es bestehen hier aber anscheinend große Unterschiede bei den Versicherern: Vor allem Kunden der Bawag PSK Versicherung stufen die Online-Beratung als mindestens gleich gut (50 Prozent), wenn nicht sogar besser (zwölf Prozent) ein.

Bequemlichkeit ist für Online-Abschluss ausschlaggebend
Insgesamt würden sich nur 14 Prozent der Österreicher für einen günstigeren Preis auch online beraten lassen. Wer bereits Online-Kunde ist, der schätzt aber genau den geringen Preis (31 Prozent). Wichtigster Grund für einen digitalen Abschluss ist aber die Bequemlichkeit (44 Prozent). 39 Prozent der Österreicher haben beim letzten Abschluss eine Beratung – sei es online oder offline – in Anspruch genommen. 28 Prozent geben an, dass der Versicherungsvertreter dafür der Initiator war, weil er auf die Notwendigkeit hingewiesen hat.

Abgefragt wurde auch, bei welchem Unternehmen eine Versicherung abgeschlossen wurde. Den letzten privaten Versicherungsabschluss vollzog gut jeder Sechste (17 Prozent) der Befragten bei der Uniqa Österreich. Auf dem zweiten und dritten Platz folgten die Generali mit zwölf Prozent sowie die Allianz mit elf Prozent. Bei regionalen Versicherern wurden 2018 nur Abschlüsse in geringer Zahl getätigt, heißt es. (eml)