Die hohe Inflation – im März waren es 6,8 Prozent – versetzt die Österreicher in Sorge. Etliche Sozialpartner hatten in den vergangenen Wochen lautstark geklagt, dass sie vor der Politik mit ihren Vorschlägen zur Abfederung der Teuerung nicht durchkommen. Nun haben sie die Möglichkeit, sich im Rahmen einer Arbeitsgruppe einzubringen. Das von Finanzminister Magnus Brunner kürzlich angekündigte Gremium ist am Montag erstmals zusammengetreten.

Die sogenannte "Expertengruppe zur Beobachtung und Analyse der Inflationsentwicklung" (EBAI) soll die Auswirkung der Inflation auf die Volkswirtschaft beobachten, Inflationstreiber benennen und schauen, wie diese die Märkte beeinflussen. Angekündigt ist ein Bericht mit Vorschlägen für taugliche Gegenmaßnahmen, der dem Parlament "in den nächsten Monaten" vorgelegt werden soll. Etliche Maßnahmen-Ideen haben Sozialpartner und Opposition in den vergangenen Tagen bereits öffentlich kundgemacht: etwa eine Senkung der Mineralölsteuer, eine Mehrwertsteuerreduktion für Sprit und Lebensmittel, oder eine vorgezogene Pensionserhöhung, so wie die Abschaffung der kalten Progression.

Die Gruppe umfasst rund 20 Institutionen. Neben ÖGB, Arbeiterkammer, Wirtschafts- und Landwirtschaftskammer, Industriellenvereinigung, Seniorenrat und Bundesjugendvertretung, sowie den Ministerien für Finanzen, Konsumentenschutz, Wirtschaft, Klimaschutz, Landwirtschaft und Justiz sind auch WIFO, IHS, Bundeswettbewerbsbehörde, OeNB, E-Control und Fiskalrat vertreten. Die Ergebnisse und Empfehlungen der Arbeitsgruppe sind nicht bindend. (eml)