Im ersten Quartal 2022 haben die österreichischen Steuerzahler 24,2 Milliarden Euro an den Fiskus abgeführt. Das sind 17,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie eine Analyse des wirtschaftsliberalen Instituts Agenda Austria zeigt. Besonders kräftig fiel das Plus bei der Umsatzsteuer aus, die gegenüber dem Vorjahresquartal um 1,6 Milliarden Euro oder knapp 23 Prozent zulegen konnte.

Die Lohnsteuer konnte im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutliche Mehreinnahmen verbuchen. Der prozentuale Anstieg war bei der Körperschaftsteuer mit 60,7 Prozent am kräftigsten in der Gruppe der aufkommensstarken Steuern.

"Auch wenn der Aufschwung heuer aufgrund des Ukraine-Konflikts bei weitem nicht so gut ausfallen wird, wie in den Frühjahrsprognosen der großen Institute noch angenommen, werden wir heuer wohl das nächste Allzeithoch bei den Steuereinnahmen erreichen", so die Einschätzung von Agenda Austria-Ökonom Marcell Göttert. Einer der Gründe dafür sei die hohe Inflation, die dafür sorgt, dass anteilsmäßig auch die Steuern steigen. (eml)