Eine Fondsgesellschaft, die sich mit dem Tag ihrer Gründung verpflichtet, regelmäßig zehn Prozent ihres Unternehmensgewinns an eine Stiftung abzuführen, dürfte in der Branche eher die Ausnahme sein. Auf die von Eric Bendahan im Jahr 2014 gegründete Eleva Capital mit Niederlassungen in Paris und London trifft das jedenfalls zu. Daher kann es kaum verwundern, dass das Unternehmen auch zu den Vorreitern gehört, was die Einbeziehung von Nachhaltigkeitsaspekten in den eigenen Investmentprozess betrifft.

Für die aktuelle Magazinausgabe von FONDS professionell wollten wir mehr über die Strategie dieses Fondsmanagers wissen, der sich schon vor der Entscheidung für ein eigenes Unternehmen seine Lorbeeren verdient hat – nämlich während seiner Zeit als Leiter des europäischen Aktiengeschäfts der Schweizer Banque Syz & Co., als diese noch die früheren Oyster-Fonds unter Verwaltung hatte. Also haben wir ihn zu einem gemeinsamen Analysegespräch mit Eckhard Sauren und Michael Viehmann von Sauren Fonds-Research eingeladen.

Natürlich betone heute jede Gesellschaft, die etwas auf sich halte, man habe schon früh zu den Unterzeichnern der UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investieren gehört, erklärt Bendahan dabei unter anderem. "Wir haben dieses Rahmenwerk aber bereits unterschrieben, bevor wir überhaupt einen Euro in unseren damals noch in Gründung befindlichen Fonds verwaltet haben", so der Fondsmanager, um damit zu untermauern, dass das Thema Nachhaltigkeit für ihn noch nie eine Marketing-Story gewesen sei. (hh)


In der Bilderstrecke oben haben wir einige zentrale Aussagen aus dem Gespräch mit Eric Bendahan zusammengetragen. Das vollständige Gespräch finden Leser in Ausgabe 2/2022 von FONDS professionell ab Seite 84 oder über diesen Link im E-Magazin (Anmeldung erforderlich).