Nach dem Rekordjahr 2019 brach 2020 das Neugeschäftsvolumen der heimischen Leasingbranche um 7,6 Prozent auf 7,9 Milliarden Euro ein. Ausschlaggebend war vor allem ein deutlicher Rückgang in der dominierenden Sparte Kfz-Leasing um 12,3 Prozent. Das geht aus einer Aussendung des Verbandes Österreichischer Leasing-Gesellschaften (VÖL) hervor.

Immerhin war damit der Leasing-Rückgang geringer als der generelle Einbruch am Automarkt: Die Pkw-Neuzulassungen sackten im Vorjahr aufgrund der pandemiebedingt schlechten Wirtschaftslage um ein Viertel ab. Dass das Autoleasing nicht stärker einbrach, liegt auch daran, dass die Unternehmen gerade aufgrund der Pandemie von einem Kauf absahen und lieber ins Leasing gingen: Die Gewerbeleasingquote legte 2020 um enorme 10,9 Prozentpunkte zu.

Kfz-Leasing hat in den vergangenen Jahren sehr stark an Popularität gewonnen. Mittlerweile wird mehr als jedes zweite Fahrzeug in Österreich geleast (51,8 Prozent). Das Leasing-Neugeschäft ist allein zwischen 2005 und 2020 von 3,98 Milliarden Euro auf 5,74 Milliarden Euro gestiegen (plus 44,2 Prozent).

Immobilienleasing stark nachgefragt
Während der Kfz-Markt von der Pandemie stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, herrschte am Immobilienmarkt hohe Dynamik. Das zeigte sich auch beim Leasing. Mit einem Neugeschäftsvolumen von 797 Millionen Euro gab es beim Immobilienleasing im vergangenen Jahr ein Plus von 70,6 Prozent. Die Anzahl der neu abgeschlossenen Verträge legte hier von 69 auf 95 zu. Unternehmen würden immer häufiger auf Leasing setzen, weil sie damit die modernsten oder umweltfreundlichsten Ausstattungen finanzieren können, ohne sie kaufen zu müssen, so Michael Steiner, Präsident des VÖL. (eml)