Das Homeoffice ist in der Pandemie gekommen, um zu bleiben: Viele ehemals im Büro Angestellte genießen die Vorteile der Heimarbeit und lassen sich nur noch selten an ihrem Stammplatz blicken. Um das zu ändern, müssen Büros attraktiver gestaltet sein, denn bloß ein Arbeitsplatz mit Rechner, Tastatur und Drucker reicht den meisten Angestellten nicht mehr aus, zeigen Umfragen aus der Schweiz, von denen die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) berichtet. Demnach findet nur die Hälfte der befragten Angestellten ihren derzeitigen Büroarbeitsplatz ansprechend gestaltet.

Viele Unternehmen wandeln ihre Räumlichkeiten daher nun nach dem Vorbild des Google-Konzerns um: Treffpunkte, Begegnungs- und Besprechungsstätten, abgeschiedene Zimmer fürs analytische und konzeptionelle Denken, Lounge-Möbel und freundliche Farben sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen. Auch allgegenwärtige, gesunde Verpflegungsmöglichkeiten und After-Work-Cocktails gehören zum modernen Arbeitsplatz. "Das Büro der Zukunft muss sexy sein", resümiert Martin Kaleja, Vorstand der Schweizer Immobiliengesellschaft Swiss Prime Site Immobilien (SPS), laut NZZ-Bericht.

Angenehmes Licht, wenig Lärm
Auch Faktoren wie Licht, Abstand, Belüftung und Geräuschkulisse spielen für Angestellte zukünftig eine zunehmend wichtige Rolle. Oft fühlen sie sich gerade in dieser Hinsicht im Heimbüro wohler als am Schreibtisch des Arbeitgebers. Weniger wichtig scheinen dagegen Ästhetik, Architektur und Repräsentativität des Firmensitzes zu sein. Davon geht zumindest ein Großteil der befragten Unternehmen im Büroflächen-Barometer des Immobilien-Analyseunternehmens Wüest Partner aus. (fp)