War’s das mit dem Immobilien-Boom? Die Corona-Pandemie hat das Geschäft mit Häusern und Wohnungen in Deutschland zumindest empfindlich gebremst, zeigt eine Umfrage des Maklerhauses Engel & Völkers, die dem "Tagesspiegel" vorliegt. Demnach erklärte mehr als die Hälfte von rund 100 professionell tätigen Marktexperten, dass sie geplante Transaktionen als Reaktion auf die Krise entweder abgebrochen oder pausiert haben.

Als Grund nennen 43 Prozent der Befragten, dass sie die Preise der Objekte neu berechnen müssen. Jeder Dritte sieht einen der größten Unsicherheitsfaktoren in der Finanzierung des Geschäfts. Zwar will rund die Hälfte nur "kurzfristig abwarten", doch immerhin jeder dritte Umfrageteilnehmer rechnet mit einer längeren Unterbrechung.

Stockender Neubau
Immerhin: Einen Einbruch von Mieten und Kaufpreisen fürchtet die Mehrheit der Investment-Profis nicht. Die Krise könnte den Preisanstieg im nächsten Jahr sogar noch verstärken. "Große Baufirmen haben Probleme, da bei Subunternehmen ausländische Arbeitskräfte fehlen", zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) den Zentralverband Deutsches Baugewerbe. Auch würden derzeit auffallend weniger Baugenehmigungen erteilt als üblich, weil die Behördenmitarbeiter von zu Hause aus arbeiten, wo sie die benötigten Formulare nicht immer griffbereit haben. Eine stockende Neubautätigkeit aber verschärft die Knappheit auf dem Wohnungsmarkt weiter – was wiederum die Preise in die Höhe treibt. (fp)