Sven Lehmann, Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend, hat für den S&P 500 sowie dessen zehn Branchen seit dem Jahr 1989 zwei Varianten analysiert: Neben den üblichen, marktkapitalisierten US-Aktienindizes verglich Lehmann auf kurze und lange Sicht die Performance mit der von gleichgewichteten Marktbarometern. Ergebnis: Auf Sicht von 30 Jahren gibt es kaum einen Performanceunterschied zwischen der gleichgewichteten und der marktkapitalisierten Version des S&P 500.

Quelle: HQ Trust, Refinitv

"Der marktbreite US-Aktienindex kam seit 1989 auf ein Plus von 10,9 Prozent p.a.. In der gleichgewichteten Variante wären es 10,8 Prozent p.a. gewesen“, berichtet Lehmann. Und weiter: "Bei den Sektoren fallen die Unterschiede allerdings deutlicher aus: In acht von zehn Branchen wären Anleger mit der gleichgewichteten Variante besser gefahren. Besonders groß ist auf lange Sicht die Differenz bei den Nicht-Basiskonsumgütern: Sie beträgt stattliche 3,5 Prozentpunkte p.a. zugunsten gleichgewichteter Aktien.“

Kurzfristig sind die Schwankungsunterschiede allerdings sehr hoch
Lehmann führt aus: "Auf Jahressicht hat in sieben von zehn Sektoren der marktkapitalisierte Index besser abgeschnitten als der gleichgewichtete. Das gilt auch für den S&P 500.  Besonders groß ist der Performance-Unterschied in den Sektoren, in denen sich die "Big Five“ befinden. Die Outperformance der marktkapitalisierten Branchenindizes IT (Apple und Microsoft), Nicht-Basiskonsumgüter (Amazon) sowie Kommunikationsdienste (Facebook und Alphabet) beträgt auf Sicht von zwölf Monaten zwischen 15 und 28 Prozent. (kb)