Historisch: Tesla-Aktionäre segnen Billionen-Bonus für Musk ab
Die Tesla-Aktionäre haben das bislang größte Vergütungspaket der Geschichte für Elon Musk genehmigt. Mit dem Votum könnte der Tesla-Chef zum ersten Billionär der Welt werden – vorausgesetzt, er erreicht die ehrgeizigen Ziele, die an die Auszahlung geknüpft sind.
Die Aktionäre von Tesla haben ein Vergütungspaket im Wert von einer Billion US-Dollar für Vorstandschef Elon Musk gebilligt – die größte Auszahlung, die jemals einem Konzernchef zugesprochen wurde. Mehr als 75 Prozent der abgegebenen Stimmen unterstützten den beispiellosen Vergütungsplan, wie das Unternehmen am Donnerstag (6.11.) auf seiner Hauptversammlung mitteilte. Damit endete eine wochenlange Kampagne des Aufsichtsrats, des CEOs und prominenter Privatanleger, um Zustimmung für das Paket zu gewinnen.
Weg frei zum ersten Billionär der Welt
Das Vergütungsabkommen ebnet Musk, dem bereits reichsten Menschen der Welt, den Weg, der erste Billionär der Geschichte zu werden und seinen Anteil an Tesla in den kommenden zehn Jahren auf 25 Prozent oder mehr zu erhöhen. Um die volle Auszahlung zu erreichen, muss er ehrgeizige Ziele erfüllen: den Börsenwert von Tesla deutlich steigern, das schwächelnde Autogeschäft wiederbeleben und die noch in frühem Stadium befindlichen Projekte für Robotaxis und den humanoiden Roboter Optimus zur Marktreife führen.
"Es ist nicht nur ein neues Kapitel für Tesla, es ist ein neues Buch", sagte Musk auf der Aktionärsversammlung, während er in einer schwarzen Tesla-Jacke über die Bühne schritt, bejubelt von der Menge. "Und dieses neue Buch bedeutet, die Fahrzeugproduktion massiv zu steigern und die Produktion von Optimus schneller hochzufahren, als jemals in der Geschichte der Menschheit etwas hochgefahren wurde."
Entscheidung sichert Musks Kontrolle
Die Abstimmung über das Vergütungspaket war für Tesla von entscheidender Bedeutung. Nachdem US-Medien über mögliche Rücktrittspläne von Elon Musk spekuliert hatten, falls er keine größere Kontrolle über den Autobauer erhalte, galt die Zustimmung der Aktionäre als entscheidender Vertrauensbeweis.
Besonders aufmerksam verfolgt wurde das Votum auch, weil der norwegische Staatsfonds – einer der größten Investoren Teslas – gegen das Milliardenpaket gestimmt hatte. Nun dürfte Musk dennoch an der Spitze bleiben, während Tesla seine ehrgeizige Agenda rund um fahrerlose Fahrzeuge und künstliche Intelligenz weiterverfolgt.
Kursreaktion an der Börse
Die Tesla-Aktie stieg am Donnerstag im nachbörslichen Wall-Street-Handel um zeitweise mehr als drei Prozent, verringerte den Zugewinn dann auf weniger als ein Prozent. Seit Jahresbeginn sind die Titel rund zehn Prozent gestiegen, während der S&P-500-Index um etwa 14 Prozent zulegte.
Neue Ziele bis 2026 und darüber hinaus
Musk skizzierte mehrere ehrgeizige Ziele, auf die das Unternehmen bis 2026 und darüber hinaus hinarbeiten will. Der CEO, der den Elektroautohersteller seit 2008 führt, erklärte, Tesla könne letztlich eine eigene Chipfabrik bauen, um die benötigten Stückzahlen zu erreichen – auch wenn das Unternehmen weiterhin mit etablierten Zulieferern wie Samsung und TSMC zusammenarbeite.
"Selbst wenn wir das bestmögliche Szenario für die Chipproduktion unserer Lieferanten annehmen, reicht es trotzdem nicht aus", sagte Musk. "Deshalb denke ich, dass wir vielleicht eine Tesla-Terafab bauen müssen. Wie Giga – nur viel größer."
Optimus, Semi und Cybercab im Fokus
Für das kommende Jahr kündigte Musk als Schwerpunkte die Projekte Optimus, den E-Lkw Semi und das Robotaxi Cybercab an. Er erwartet, dass die Produktion des Cybercab ungefähr parallel zu den regulatorischen Genehmigungen anlaufen wird. "Ich möchte Waymo danken, dass sie hier den Weg bereitet haben. Das ist sehr hilfreich", fügte er hinzu. (mb/Bloomberg)















