Handelsstreit: Verlängerung des US-China-Deals rückt näher
Die USA und China verhandeln in Stockholm über eine Verlängerung ihres Zollabkommens. Noch ist keine Entscheidung gefallen, doch US-Handelsminister Lutnick hält eine Einigung für wahrscheinlich. Präsident Trump lässt sich indes alle Optionen offen.
US-Handelsminister Howard Lutnick hält eine Verlängerung des Zollabkommens mit China um 90 Tage für wahrscheinlich. Die laufenden Gespräche in Stockholm, die unter der Leitung von Chinas Vizepremier He Lifeng und US-Finanzminister Scott Bessent stattfinden, sollen eine Einigung bringen, bevor das aktuelle Abkommen am 12. August ausläuft.
In früheren Verhandlungsrunden hatten sich beide Seiten bereits auf eine Reduzierung gegenseitiger Zölle und Lockerungen bei Exportbeschränkungen für Technologien und Seltene Erden verständigt – Maßnahmen, die zur Beruhigung der Finanzmärkte beigetragen hatten. Nun soll zusätzliche Zeit gewonnen werden, um verbleibende Differenzen auszuräumen.
Trump plant neue Strafzölle auf breiter Front
Unabhängig davon bereitet die US-Regierung sogenannte Reziprokzölle gegen zahlreiche Handelspartner vor, die ab 1. August greifen sollen. Präsident Trump will bis Ende der Woche neue Sätze zwischen 15 und 20 Prozent für Länder ohne bilaterales Abkommen festlegen.
Während Japan sich durch ein Investitionsabkommen mildere Zölle sichern konnte, verhandelt auch Südkorea über eine ähnliche Lösung. Trump habe alle Optionen offen, betont Lutnick, doch letztlich werde der Präsident "den Zollsatz für alle festlegen". (cf/Bloomberg)















