An den Weltbörsen geht es nach dem Horrormonat März wieder kräftig bergauf, doch Anleger dürften dieser Ruhe noch skeptisch gegenüber stehen. Zwar konnten Aktienfonds mit Zulassung in der DACH-Region in den drei Monaten nach dem Corona-Crash immerhin ein Plus von zehn Milliarden Euro auf der Habenseite verbuchen. Um die Abflüsse im März von weit über 30 Milliarden Euro zu kompensieren, hat das aber freilich nicht gereicht. In Summe zogen Anleger seit Jahresbeginn 16 Milliarden Euro aus den Anlagevehikeln ab, zeigen Zahlen des Datenanbieters Mountain-View.


FONDS professionell ONLINE hat sich die Mittelzu- beziehungsweise -abflüsse in den wichtigsten Fondskategorien für das erste Halbjahr 2020 genau angesehen. Die Ergebnisse haben wir anhand interaktiver Grafiken in der Bildergalerie oben aufbereitet!


März verhagelt die Halbjahresbilanz
Aber auch Anleihen- und Mischfonds hat der März die Halbjahresbilanz vermasselt. Nach Abflüssen von über 70 Milliarden Euro im Krisenmonat steckten Anleger zwischen April und Juni immerhin mehr als 30 Milliarden Euro in Rentenfonds. Unterm Strich müssen die Bondfonds das Semester somit mit einem Minus von 22 Milliarden Euro beenden. Ähnlich sah es auch bei den sonst so beliebten gemischten Portfolios aus: Nachdem Investoren im März 22 Milliarden Euro aus Mischfonds abgezogen hatten, investierten sie seither zwar wieder knapp vier Milliarden in diese Investmentkategorie. Für eine positive Halbjahresbilanz hat das aber auch hier nicht gereicht. (cf)