Im Herzen Europas liegend gilt Österreich als ein bedeutendes Land Europas, das noch dazu mit vergleichsweise guten wirtschaftlichen Daten, überdurchschnittlichem Wohlstand und rechtlich stabilen Verhältnissen glänzt. Für Investoren sind das wichtige Parameter, und so kommt der Assetmanager Galleon Capital Management nach einem Marktscreening zu dem Schluss, dass "Österreich als wertvoller Bestandteil einer breiten sicherheitsorientierten Anlagestrategie" auch im kommenden Jahr ein attraktives Investmentziel ist.

Nicht zuletzt wegen des hohen Bevölkerungswachstums seien Wohnimmobilien besonders attraktiv. Das gilt laut Gallen nicht nur für die Bundeshauptstadt, sondern auch für die Landeshauptstädte. "So zählt etwa der Wiener Wohnimmobilienmarkt zu einem der stabilsten und attraktivsten in ganz Europa. Mieten und Kaufpreise sind im internationalen Vergleich jedoch noch recht günstig", meint Galleon-Geschäftsführer Manfred Wiltschnigg. Auch in Graz, Linz und Salzburg sehen die Experten gute Anlageperspektiven.

Österreich bietet höhere Renditen als Deutschland
Manche Marktteilnehmer glauben sogar, dass die österreichischen Städte den deutschen den Rang ablaufen können. "Nachdem niedrigere Mietrenditen in Deutschland bisher ausreichend durch den Wertzuwachs bei den Objekten kompensiert wurden, haben die Diskussionen um Enteignung und Mietendeckel den mittelfristigen Ausblick für den deutschen Immobilienmarkt deutlich eingetrübt. Das Kapital zieht sich teilweise zurück", beobachtet Christoph Wendl. Der Geschäftsführer des Münchner Investmentmanagers Wealthcore glaubt, dass der deutsche Markt für viele Investoren inzwischen zu teuer und zu reguliert ist. 

Abgesehen von den Wohnimmobilien ist der Büromarkt in Wien bei Investoren aus dem In- und Ausland sehr beliebt, weil er im internationalen Vergleich sehr stabil ist. Die Mieten schwanken nicht so stark wie in anderen Metropolen, und der Leerstand ist immer vergleichsweise gering. Momentan stehen sogar sehr wenige Büroflächen leer, weil zuletzt wenig neues Angebot auf den Markt gekommen ist. Auch für das Jahr 2020 werden nicht mehr als 150.000 m² Neufläche erwartet, berichtet Galleon. (ae)